Malaria in Vietnam – Risk Map, Prophylaxe und Tipps zur Vorbeugung

Die meisten Gebiete in Vietnam gelten als malariafrei. Malaria ist in Vietnam viele mehr ein regionales und saisonales Problem. Eine Malaria Risiko Karte verschafft dir einen Überblick über gefährdete Gebiete in Vietnam.

In diesem Artikel wird über Malaria-Ausbreitungen in Vietnam und seine Folgen berichtet sowie Empfehlungen zu Behandlungsmöglichkeiten und Vorsichtsmaßnahmen ausgesprochen. Du erhältst außerdem einen Einblick über die Auswirkung von Malaria während des Vietnamkriegs. Weiter werden meiste gestellte Fragen zu Malaria in Vietnam beantwortet.

Malaria Vietnam Karte

Auf den Risiko-Karten werden Malaria gefährdete Gebiete von Vietnam gezeigt. Wenn du in diese Gegend deine Vietnam Reise planst, solltest du besonders vorsichtig sein. Aber wie du schnell feststellen wirst, ist der Großteil des Landes malariafrei. Für Reisende in Vietnam besteht daher nur ein sehr geringes Risiko, sich mit Malaria anzustecken.

Vietnam Malaria Risk Map

Malaria Vietnam Karte
Malaria Karte für Vietnam (Bild: www.fitfortravel.nhs.uk)
  • Die gefährdeten Regionen sind vor allem das zentrale Hochland (die Provinzen Gia Lai, Kon Tum, Binh Phuoc, Dak Nong und das Hinterland der Küstengebiete  von Quang Nam, Quang Tri, Ninh Thuan, Khanh Hoa ) und im  Nordwesten (Lai Chau).
  • Wie du sehen kannst, besteht im Nordosten und im gesamten Süden mit dem Mekong Delta nur ein minimales Risiko von Malaria erkrankt zu werden.

Das Tropeninstitut rät dazu, Atovaquon/Proguanil oder Artemer / Lumefantrin als Notfallmedizin mitzunehmen, sollte man sich in den unter (1) aufgeführten Risikogebieten aufhalten.

Wenn du in den unter (2) aufgeführten Risikogebieten begibst, musst du keine Malariamedikamente vorbeugend einnehmen, schreibt das Tropeninstitut. Die Mitnahme einer Stand-by-Therapie als Notfallmedizin ist ebenfalls nicht erforderlich.

Was die ganzen oben genannten Mittel sind und wie man sie anwendet, findest du weiter unten unter Punkt „Prophylaxe gegen Malaria in Vietnam“ und unter Punkt „Malaria Vietnam: Stand-By-Therapie“

Unter der Kategorie Vietnam Reisewarnung findest du weitere Informationen über Sicherheitshinweise für Vietnam.

Malariafreie Gebiete in Vietnam

Große Städte wie Ho Chi Minh Stadt und Ho Chi Minh Stadt, die Gebiete im Delta des Roten Flusses und die Küste nördlich von Nha Trang (nördliche Hälfte von Zentralvietnam) gelten als malariafrei.

Malaria in Vietnam

In diesem Abschnitt erfährst du was Malaria ist, welche Symptome sie hervorruft, wie lange die Infektionszeit dauert, und wie man vorgeht, falls eine Infektion stattfand bzw. welche vorbeugende Vorsichtsmaßnahmen man unternehmen kann.

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Fiebererkrankung. Sie ist auch bekannt unter den Namen Wechselfieber, Sumpffieber oder veraltet Tropenfieber.

Die Infektionskrankheit wird durch einzellige Parasiten hervorgerufen, die durch den Stich von weiblichen Malariamücken (Anopheles Mücke) übertragen werden. Die Mücke ist sehr nachtaktiv und bei Abenddämmerung ist sie bereits munter unterwegs. In der heutigen Zeit kommen sie fast nur noch in den Tropen und Subtropen vor, wozu auch Vietnam zählt.

Es gibt 3 verschiedene Malariaformen: die Malaria tropica, die Malaria tertiana und die Malaria quartana. 66% der Mücken in Vietnam übertragen leider die gefährlichste Malariaform, nämlich die Malaria tropica. Zunehmend werden außerdem Resistenzen gegen Malariamedikamente berichtet. Eine Infektion mit Malaria Tertiana endet nur selten tödlich und die Malaria quartana kommt nur selten vor.

Welche Gebiete in Vietnam Malaria gefährdet sind, kannst du in der Risk Map oben entnehmen.

Welche Symptome zeigen sich?

Lebenszyklus von Malaria Parasiten
Lebenszyklus von Malaria Parasiten (Bild: msdmanuals.com/ plasmodium-life-cycle)

Anzeichen einer Malaria Infektion können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und ein schweres Krankheitsgefühl sein. Wikipedia schreibt außerdem von Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfen. Kinder sind den Erregern oft völlig ausgeliefert, wenn nicht rechtzeitig geholfen wird. Sie fallen schneller ins Koma als Erwachsene und sterben. Der Arzt kann die Parasiten im Blut nachgeweisen.

Das Fieber kann periodisch auftreten, weswegen es den Name Wechselfieber bekam. Während die zwei weniger aggressiven Malariaformen Malaria tertiana und die Malaria quartana ein deutliches Wechselfieber-Muster zeigen, ist bei der Malaria tropica kein klassisches Fiebermuster zu erkennen.

Wie lang ist die Inkubationszeit der Malaria?

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion mit dem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome. Bei Malaria beträgt die Inkubationszeit ca. 5 Tage.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Malaria?

Es gibt Medikamente, die man vorbeugend einnehmen kann, um eine Infektion mit Malaria in Vietnam zu verhindern. Eine Impfung gegen Malaria gibt es bisher keine. Gegen was du dich aber alles in Vietnam impfen lassen kannst findest du im Beitrag: Impfungen Vietnam

Nicht-medikamentöse vorbeugende Maßnahmen wären Mückenspray/-creme, imprägnierte lange Klamotten oder Imprägnierungsspray für Klamotten, sowie Moskitonetze. Wer auf eine Nummer sicher gehen will, kann auch einen Anti-Mücken-Schlafsack mitnehmen, ist aber in Vietnam nicht zwingend notwendig.

Falls du mit Malaria betroffen infiziert bist, gibt es Mittel zur Selbstbehandlung wie z.B. Malarone und Generika oder Riamet. Da diese Mittel nicht frei verkäuflich sind, musst du dir ein Rezept vom Arzt holen.

Achtung!!!: Wenn du vorhast, Malaria-Medikamente für den Notfall bzw. zur Stand-by-Behandlung zu kaufen, raten wir dir dringend dazu, diese in Deutschland zu kaufen. Die Richtlinien für Medikamente in Deutschland sind strenger und somit sind die Medikamente auch sicherer als in Vietnam. Zudem besteht die Gefahr, gefälschte Produkte zu kaufen, die eine optimalen Schutz nicht gewährleisten kann.

Stand-by-Medikation oder Prophylaxe für Vietnam?

Malaria Prophylaxe

Aufgrund des eher geringen Risikos in Vietnam, ist es tatsächlich klüger, im Fall einer Malaria Infektion eine Stand-by-Medikation zu nehmen, die man in Deutschland gegen einen Rezept kaufen kann. Die Stand-by-Therapie wird beim ersten Verdacht auf Malaria eingenommen, also bei Auftreten von Fieber.

Der Nachteil dabei ist, dass es sich in vielen Fällen nicht um Malaria handelt, sondern vielleicht um ein Dengue-Fieber.

Unserer Meinung nach haben Prophylaxe zu viele Nebenwirkungen und wird mit großer Wahrscheinlichkeit umsonst eingenommen.

Prophylaxe gegen Malaria in Vietnam

Bevor auf die verschiedene Prophylaxe eingegangen wird, wird der Begriff kurz erläutert. Anschließend werden Empfehlungen zu prophylaktischen Maßnahmen gegen Malaria in Vietnam vorgestellt.

Definition Prophylaxe

DocCheck  Flexicon schreibt, dass man unter einer Prophylaxe die „Gesamtheit aller Maßnahmen“ versteht, „die dazu dienen, eine Beeinträchtigung der Gesundheit durch Risikofaktoren, Krankheiten oder Unfälle zu verhindern.“

Zu den üblichen prophylaktischen Maßnahmen zählen Impfungen, vorbeugende Medikamenteneinnahme und nicht-medikamentöse Vorbeugemaßnahmen.

Medikamentöse Prophylaxe

Vietnam gehört zu den Gebieten mit einem geringen Malaria-Infektionsrisiko. Deshalb werden als Medikamentöse Prophylaxe oft die Wirkstoffkombination Atovaquon / Proguanil (z.B. in Malarone ® und Generika) herangezogen.

Da es sich bei den Malaria-Prophylaxen um hochpotente Antibiotika handelt, ändert sich häufig die Resistenzlage der Parasiten. Deshalb sind die Malaria-Medikamente in Deutschland rezeptpflichtig. Die Informationen, die du auf dieser Seite findest, können auf keinen Fall die Aufklärung durch einen Arzt oder Apotheker sowie den Beipackzettel ersetzen.

Kinder, Schwangere, Stillende und chronisch kranke Menschen müssen auf jeden Fall Rücksprache mit dem Arzt halten, da die Einnahme von Malariamedikamente zu ernste Komplikationen führen kann.

Wichtig!!! Die medikamentöse Einnahme zur Vorbeugung gegen Malaria ersetzt in keinem Fall die nicht-medikamentösen Vorbeugemaßnahmen, sondern dient nur als Ergänzung.

Expositionspropyhlaxe (nicht-medikamentöse Prophylaxe)

Der beste Schutz vor Malaria ist keine Mückenstiche zu haben, denn es gilt immer noch: Kein Stich, keine Infektion!

Alle nicht-medikamentöse Vorbeugemaßnahme vor Krankheitserregern nennt man Expositionsprophylaxe. Ein konsequenter Mückenschutz in den Abendstunden und in der Nacht verringert das Malariarisiko erheblich.

Nachfolgend siehst du eine Liste, in der Empfehlungen zu Mückenschutz zusammengetragen wurde.

Maßnahmen zum MückenschutzProdukt
Hochwirksames Mückenspray auf alle freie Körperstelle sprühenCare Plus DEET Anti Insect Gel 30%

Care Plus DEET Anti Insect Spray 40% oder 50%

Nobite Haut Sensitive Hautsprey mit Icaridin
Mückenschutz Kleidung
(helle lange Hosen und Oberteile)
Imprägnierte Kleidung / Socken

Anti Insekt Kleidungsspray
MoskitonetzeImprägnierte Moskitonetz

tesa Powerstrips® Haken zum Aufhängen des Netzes
Klimatisierte Räume in den Abendstunden und in der Nacht

Wenn Sonnenschutzmittel und Anti-Mücken Stray oder Creme zusammen genutzt werden, sollte zuerst der Sonnenblocker und dann die Anti-Mücken-Mittel aufgetragen werden. Andernfalls könnte das Sonnenschutzmittel das unerwünschte Eindringen des Anti-Mücken-Mittels in die Haut steigern.

Malaria Vietnam: Stand-by-Therapie

Die häufigsten Wirkstoffkombinationen, die für eine Malaria Stand-by-Therapie genutzt werden sind Malarone ® und Generika oder Riamet.

Definition Stand-By-Therapie

Eine Stand-by-Therapie ist die aktive Selbstbehandlung in einem akuten Erkrankungsfall durch die Einnahme von Medikamenten ohne ärztliche Überwachung.

Die verbreitetste Form der Stand-by-Therapie ist die medikamentöse Selbstbehandlung beim ersten Anzeichen einer Malaria-Infektion.

Wann ist die Malaria-Stand-by-Therapie sinnvoll?

Die unter Punkt (1) auf der Malaria Karte für Vietnam aufgeführten Risikogebieten haben zwar eine niedrige Infektionswahrscheinlichkeit, da die medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten aber nicht besonders gut sind, solltest du die Malaria-Medikamente einnehmen, wenn ein unklarer Fieberschub höher als 38,5°C einsetzt.

Malaria-Medikament: Atovaquon / Proguanil

Nach klinischen Prüfungen wird die Wirkstoffkombination Atovaquon / Proguanil gut vertragen. Sie wird als Prophylaxe oder bei einem Notfall mit akuter Malaria tropica eingesetzt. Der Handelsname für die beiden Stoffe sind Malarone® und Generika.

Mögliche Wechselwirkung mit anderen Medikamenten:

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten für Reiseübelkeit (z.B. Metoclopramid) kann die Wirkung von Atovaquon herabgesetzt werden. Die gleichzeitige Einnahme von Antibabypillen kann die vollständigen Schutzwirkung der Antibabypille herabsetzen. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen sollte, wird der Blutgerinnungswert (INR-Wert) verfälscht.

Anwendung als prophylaktische Maßnahme

Erwachsene sollten die Therapie 24-48 Stunden vor der Einreise in ein Malaria-Gebiet beginnen. Während des gesamten Aufenthalts und 7 Tage darüber hinaus wird das Medikament weiter angewendet.

Dosierung: Die Dosierung ist abhängig vom Körpergewicht.

Erwachsene: 250/100 mg (=1 Tablette) pro Tag

Kinder zwischen 5-50kg: Atovaquon/Proguanil Dosierung gemäß Herstellerangaben

Kinder unter 5kg: Medikament ist nicht für Kindern unter 5 kg zugelassen.

1x täglich zur gleichen Zeit wird eine Tablette zu  einer Mahlzeit oder mit einem milchhaltigen Getränk eingenommen.

Grund: Durch das Milchgetränk oder fettiges Essen wird eine maximale Absorption, also eine maximale Aufnahme des Medikaments sicherzustellen.

Kommt es innerhalb einer Stunde nach der Einnahme zum Erbrechen oder Durchfall, sollte eine weitere Tablette eingenommen werden.

Häufige Nebenwirkungen: Übelkeit, Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen.

Anwendung als Stand-by-Therapie

Ist kein Mediziner da, sollte spätestens 24 Stunden nach Beginn der ersten Symptome mit der Therapie begonnen werden.

Dosierung: Erwachsene sollten an drei aufeinander folgenden Tagen 1x pro Tag vier Tabletten einnehmen.

Häufige Nebenwirkungen: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörung, Kopfschmerzen, Husten

Malaria-Medikament: Artemether/Lumefantrin

Die Kombination der Stoffe Artemether und Lumefantrin wird bei unkomplizierten Infektionen mit Malaria in Vietnam genommen. Im Medikament Riamet werden die beiden Kombinationsstoffe verwendet.

Als Prophylaxe ist sie aufgrund ihrer kurzen Halbwertzeit nicht geeignet.

Dosierung: Erwachsene ab 35kg beginnen mit 4 Tabletten (= 80mg/480mg), dann nach 8 Stunden weitere 4 Tabletten. Am Tag 2 und Tag 3: 2x täglich 4 Tabletten. Insgesamt werden in 3 Tagen 24 Tabletten geschluckt.

Kinder ab 5 kg: Riamet Dosierung nach Herstellerangabe

Mögliche Nebenwirkungen: Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel

Sicherheitshinweis: Bei Herzerkrankung darf das Medikament Riamet nicht eingenommen werden.

Malaria-Medikations-Kosten

Malaria Medikamente Kosten

Die Kosten für das Kombimittel Atovaquon / Proguanil liegt bei ca. 40 Euro für 12 Tabletten, wenn man sie im Internet kauft. Als prophylaktische Mittel brauchst du höchstwahrscheinlich mehr als 12 Tabletten. Das kann richtig teuer werden.

Besser ist es, wenn du bei Anzeichen von Malaria-Symptomen innerhalb von 24 Stunden einen Arzt aufsuchst. Alle folgenden Medikamente werden vom Krankenhaus verordnet und von der Auslandkrankenversicherung gezahlt.

Malaria Vietnam War

In der Spiegelausgabe 50/1965 wird über das Malariaproblem während des Vietnamkriegs berichtet, das den US-amerikanischen Soldaten zum Verhängnis wurde.

Im Vietnamkrieg versteckten sich die Viet Cong vornehmlich in den Dschungeln und ländlichen Gebieten Vietnams, die wie bekannt mit Malaria verseucht waren. Damals hat die  WHO noch keine zuverlässigen Daten bzgl. des Malaria-Problems in diesen Gegenden gehabt. So war es nur schwer zu erraten, mit welcher Malariaform sie zu tun hatten und wo die Erreger sich überall verbreitet haben.

Anfangs konnten die US-Kämpfer sich durch prophylaktische Tabletten einigermaßen vor dem heimtückischen Feind schützen. Doch schnell erwiesen sich die Tabletten als kaum mehr wirksam, weil die Malariaerreger gegen die herkömmlichen Insektengifte resistent geworden sind.

Aufgrund dieses Umstands mussten die Armee-Ärzte vorübergehend auf die Fieberdämpfungsdroge Chinin zurückgreifen, die häufig unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen, wie heftige Kopfschmerzen, Sehstörungen und extreme Nervosität.

Aber auch da blieb der Erfolg aus, denn die Erreger haben schnell eine Resistenz auch gegen dieses Natur-Medikament aufgebaut. Jeden Monat wurden 500 oder mehr Malaria-Fälle aus den US-Lazaretten in Südvietnam gemeldet. Die Ärzte mussten bis zum Ende des Jahres 1965 mehr Malaria-Kranke behandeln als Verwundete.

Trotzdem mussten die US Soldaten ihre malariafreie Komfortzone verlassen und immer weiter in das Landesinnere vordringen, wo die Viet Cong sich versteckten.  Die US Soldaten steckten in einem unlösbaren Dilemma.

Der Oberstleutnant Herold R. Chappell, Chef-Seuchenbekämpfer der US-Truppe hat dies einmal gesagt: „Malaria grassiert, wo Viet Cong sind. Wenn wir die Viet Cong erwischen wollen, erwischt uns die Malaria.“

Quelle: Der Spiegel 50/1965

FAQ zu Malaria in Vietnam

Nachfolgend werden einige meistgestellten Fragen bezüglich des Malaria-Problems in Vietnam beantwortet.

Welche Erfahrungen wurden bisher mit Malaria in Vietnam gemacht?

Vietnam hat insgesamt 63 Provinzen, 8 davon zählen zu den Malaria Risikogebieten. Innerhalb von 5 Jahren (zwischen 2003 und 2008) haben sich drei von 2,6 Millionen deutsche Touristen in Vietnam mit Malaria infiziert.

Daraus resultiert, dass in bestimmten Gebieten Vietnams zwar ganzjährig ein Malariarisiko besteht, dieses Risiko aber als gering einzuschätzen ist. Während der Trockenzeit (Oktober bis April) ist das Risiko geringer als während der Regenzeit.

Quelle: Malaria Journal 9/2010

Ist das Mekong Delta sicher vor Malaria?

In den Provinzen des Mekong Deltas besteht nur ein geringes Risiko an Malaria erkrankt zu werden.

Ist Sapa malariafrei?

In den hohen Bergen von Sapa besteht wenn überhaupt ein nur sehr geringes bis gar kein Risiko sich mit Malaria zu infizieren. Bisher wurden keine Fälle bekannt und es gibt auch keine zuverlässigen Daten vor.

Sind die Küstengebiete Hue und Hoi An malariafrei?

Die Küstengebieten zwischen Hue und Hoi An gehören zu den Gebieten in Vietnam, wo man sich nicht vor Malaria fürchten muss.

Wie sehen die Sicherheitshinweise des auswärtigen Amtes für Malaria aus?

Das Auswärtige Amt für Vietnam ist ebenfalls der Meinung, dass in Vietnam nur ein saisonales und regionales Malaria-Risiko bestünde.

Auch schreibt das Amt, dass es sich bei den meisten Malaria-Erregern um die gefürchtete Malaria tropica, die gefährlichste Malariaform handelt.

Die malariagefährdeten Gebiete Vietnams, die das Auswärtige Amt aufzählt, stimmen mit der Vietnam Malaria Risiko-Karte weiter oben überein.

Alle Institute sind einheitlich einer Meinung, dass die medikamentösen Vorbeugemaßnahmen nicht ausreichen, um einen optimalen Schutz gegen Malaria zu bieten. Viel wichtiger ist es, sich erst gar nicht von den Malaria-Mücken stechen zu lassen. Um dies zu verhindern hilft nur ein konsequenter Mückenschutz. Wie man das anstellt, steht weiter oben unter dem Punkt „Expositionspropyhlaxe (nicht-medikamentöse Prophylaxe)“ .

Des Weiteren rät das Auswärtige Amt dringend dazu, sich bei der Auswahl von Medikamenten von einem Tropenmediziner oder Reisemediziner beraten zu lassen. Dabei wird der Spezialist dir nicht nur eine umfassende Information geben, sondern auch die Medikamente auf dich persönlich anpassen.

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