Hoan Kiem See (Ho Guom) und Jadeberg Tempel im Zentrum von Hanoi

Hoan Kiem See (Hồ Hoàn Kiếm) ist auch bekannt unter den Namen Schwertsee (Hồ Gươm). Er ist der berühmteste und beliebteste See in Hanoi. Wenn die Altstadt der Puls von Hanoi ist, dann ist Hoan Kiem See seine Seele. Als Rückstausee gehörte der Hoan Kiem See damals zum Roten Fluss.

Die Landkarte aus dem Jahr 1490 zeigt, dass der See damals von Hang Dao Straße in der Altstadt beginnt und über Hai Ba Trung Straße sowie Hang Chuoi Straße in den Roten Fluss mündete. Im Laufe des Jahrtausenden verlagerte sich der Flusslauf, sodass der Stausee heute vom Fluss abgetrennt wurde.

Um Hoan Kiem See herum gibt es viele Highlights, die schnell zu Fuß zu erreichen sind. Zieh dir für die Entdeckungsreise am besten bequeme, feste Schuhe an.

Warum ist Hoan Kiem See so beliebt?

Bevor wir mit der Reise beginnen, möchtest du vielleicht wissen, warum der Hoan Kiem See so berühmt ist. Nun seine besondere Lage ist sicherlich ein guter Grund. Von Hoan Kiem See aus kannst du fast alle Sehenswürdigkeiten von Hanoi in nur wenige Minuten erreichen.

Ein anderer Grund ist, dass man am Hoan Kiem See dem Trubel des Alltags entkommen kann. Die Aussicht auf die kleine Jade-Insel, auf dem der Jadeberg-Tempel liegt hat was beruhigendes. Von der Insel aus führt eine schöne, rote Brücke zum Ufer des Sees. Lässt man den Blick weiter schweifen, sieht man auch den Schildkrötenturm. Sie ist ein Symbol für die variantenreiche Legende um Hoan Kiem See.

Wenn du es einfach und gemütlich machst, dann hol dir was zum Essen und zum Trinken und setzt dich auf einen der vielen freien Bänken um Hoan Kiem See. Es gibt in der Gegend genügend Läden, wo du dir was kaufen kannst. Wer gerne billig und gut essen möchte, sollte sich was vom Streetfood holen.

Wer mag kann sich auch auf der Terrasse/Balkon eine Kaffees oder Restaurant reinsetzen. Von oben hat man einen herrlichen Panoramablick nicht nur auf dem See, sondern auch auf die Altstadt von Hanoi.

Man könnte sagen, dass der Hoan Kiem See zum Sinnbild der Vietnam Sehenswürdigkeiten wurde.

Die Legende von Hoan Kiem See (Ho Guom)

Seinen heutigen Namen erhielt Hoan Kiem See erst im Jahre 1428, als sich zahlreiche Legende um den Kaiser Le Thai To (Vua Lê Thái Tổ) entstand. Eine davon erzählt, er sei durch die Gunst des Himmels zum Sieg verholfen worden. Er galt als Vorkämpfer der Unabhängigkeit Vietnams von der chinesischen Fremdherrschaft.

Die Legende, die in vietnamesische Lehrbücher aufgenommen wurde, erzählt, dass ein Freund des Königs, Le Than, beim Fischfang eine Klinge in seinem Fischernetz fand, die ca. 1 Meter lang war. Dieser hat sich nichts dabei gedacht und die Klinge in eine dunkle Ecke seines Hauses gestellt. Als der König zum Gedenktag an Le Thans Eltern vorbeischaute, sah er ein schwaches Licht in der dunklen Ecke, das so schnell verschwand, wie es gekommen war. Er fragte Le Than, ob er die Klinge bekäme. Dieser war sogleich einverstanden.

An einem anderen Tag fand der König vor seiner Tür einen Schwertgriff. Er hoffte insgeheim, dass dieser ein Schwert des Himmels ist und bat darum, Klinge und Griff sich mögen zusammenfügen. Dies geschah auch. Mit diesem magischen Schwert verdrängte er die Truppe der Ming Dynastie aus der Roten Fluss Ebene und eroberte Dong Kinh (heutige Hanoi) zurück.

Nach der Thronbesteigung im Jahre 1428 begab sich Le Thai To zum Ta Vong See  (frühere Name von Hoan Kiem See). Auf Befehls des Drachenkönigs, Herrscher über die Meere, erscheint eine goldene Schildkröte und verlangte das Schwert zurück. Als der Le Thai To das Schwert hob, schnappte sich die Schildkröte sogleich den kostbaren Schatz und verschwand wieder im See.

Seit jenem Tag wurde Ta Vong See in Hoan Kiem See umbenannt. „Hoàn“ bedeutet im deutschen „zurückgeben“ und „kiếm“ oder „gươm“ bedeuten beide „Schwert“ – also wörtlich übersetzt heißt der See „See des zurückgegebenen Schwertes“.

Sehenswürdigkeiten am Hoan Kiem See

Mit der Eroberung Vietnams durch französische Besatzungsmächte, wurde ein französisches Viertel gleich neben Hoan Kiem See gebaut. Der See ist seitdem eine Trennlinie zwischen Hanois Old Quarter und dem neunen Kolonialviertel.

Egal ob bei Tag oder Nacht, das Leben um den See herum ist stets bunt und lebhaft. Der See selbst strahlt eine innere Ruhe aus, sodass es möglich ist, mitten im hektischen Trubel des Alltags ein ruhiges Plätzchen für die Mußestunden zu finden. Die mitten im See angelegten Schildkrötenturm und Ngoc Son Tempel sind nicht nur wunderschöne Fotomotive, sondern machen die Charme des Hoan Kiem Sees aus. Am Abend, wenn es dunkel wird, werden die beiden Sehenswürdigkeiten mit Lichtern beleuchtet. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Spaziergang um den See zu machen, egal ob bei Tag oder bei Nacht.

Tipp: Wer es schafft genau zu Tetzeit nach Hanoi zu kommen, sollte seinen Abend unbedingt am Hoan Kiem See feiern, denn das Feuerwerk ist zauberhaft anzusehen. Wann die beste Urlaubszeit in Hoan Kiem See ist, findest du im Artikel über das Wetter und das Klima in Vietnam.

1. Turtle Tower (Thap Rua, Schildkrötenturm Hanoi)

Der Turtle Tower (deut: Schildkrötenturm) ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt Vietnams und liegt am südlichen Ufer des Hoan Kiem Sees. Die Hanoier nennen diesen beeindruckenden, dreistöckigen Turm Tháp Rua.

Die Kombination aus gotischen Fensterbögen der westlichen Architektur in den ersten zwei Stockwerken und den geschwungenen Dachsparren der altvietnamesischen Architektur verleihen dem Turm ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Viele Künstler, Musiker und Dichter holen sich hier ihre Inspirationen.

Der Legende nach, habe man den Schildkrötenturm zum Gedenken des zurückgegebenen Schwertes errichtet. Tatsächlich hat aber ein reicher, einflussreicher Gelehrte aus der Zeit der französischen Kolonialherrschaft namens Ba Kim oder Ba Ho Kim den Turm bauen lassen, um die Knochen seiner Eltern dort zu vergraben. Er glaubte, dass dadurch alle seine Nachfahren hohe politische Laufbahnen einschlagen werden. Dieses Vorhaben konnte aber zum Glück verhindert werden.

2. Ngoc Son Tempel (Jadeberg Tempel Hanoi)

Den Ngoc Son (Đền Ngọc Sơn; Den = Tempel; Ngoc = Jade; Son = Berg) ist der vietnamesische Name für den Jadeberg Tempel von Hanoi, der auf der Jade Insel liegt. Der im Jahre 1841 erbaute Tempel befindet sich am nördlichen Ufer des Hoan Kiem Sees. Wie der Turtle Tower ist die Ngoc Son Tempel ein regelrechter Magnetpunkt für Touristen aus nah und fern.

Die Tempelanlage besteht aus einer Hauptgebäude, wo der  Literaturgott Văn Xương Đế Quân und der Nationalheld Trần Hưng Đạo, der im 13. Jahrhundert die feindliche Mongolen in die Flucht schlug, verehrt werden.

Im Nebenraum kann man den präparierten Körper eine von vier in Hoan Kiem See lebenden Riesenschildkröten bewundern. Sie ist 2,1m lang, 1,2m breit und angeblich 250kg schwer und 400 Jahre alt sein.

3. Die The Huc Brücke von Hoan Kiem See

The Huc Brücke verbindet Jadeberg Tempel mit dem Ufer von Hoan Kiem See
The Huc Brücke verbindet Jadeberg Tempel mit dem Ufer von Hoan Kiem See

Das Ufer von Hoan Kiem See ist über die leuchtend rote The Huc Brücke (Cầu Thế Húc) mit dem Jadeberg Insel, auf dem der Jadeberg Tempel steht, verbunden.

Bereits 1865 hat der Kulturwissenschaftler und Dichter Nguyen Van Sieu (Nguyễn Văn Siêu) eine Brücke errichten lassen, die zum östlichen Ufer führt. Dass die Brücke mit dem östlichen Ufer verbunden ist, ist kein Zufall. Im Osten geht die Sonne auf, und wenn man von Ngoc Son Tempel aus über die Brücke geht, wird man die warmen Strahlen der aufgehenden Sonne über den roten Himmel begrüßen können. Aus diesem Grund erhielt die Brücke den Namen „Thế Húc“ und bedeutet „Ort der gebündelten Strahlen der aufgehenden Sonne“.

Im Jahre 1952 brach die Brücke zusammen. Angelehnt an das Design der alten The Huc Brücke ließ der damalige Bürgermeister von Hanoi eine neue Brücke bauen, allerdings mit einige Verbesserungen: Die Brücke hat eine stärkere Krümmung als die alte. 16 Pfähle aus Beton sollen die Brücke besser stützen und die gesamte Brücke wurde in eine karmesinrote Farbe gestrichen. Rot ist die Farbe der aufgehenden Sonne. Für Vietnamesen ist rot auch die Farbe des Lebens, denn in jedem Menschen fließt rotes Blut. Rot ist aber auch die Farbe der Liebe und somit die Quelle der Glückseligkeit und nicht zuletzt die Farbe der Hoffnung seit etlichen Jahren.

Möchte man auf die Brücke gehen, ist ein kleiner Eintrittspreis fällig. Von der Brücke aus, hat man einen anderen Blickwinkel auf dem Hoan Kiem See, der aber nicht unbedingt schöner ist als vom Ufer aus. Es lohnt sich dann eher in einen der Balkonen eines Cafes oder Restaurants reinzusetzen und die Aussicht von oben zu genießen.

4. Thap But und Nguyen Muc

Thap But und Nguyen Muc - Hoan Kiem See

Wie der Name schon verriet, wurde der aus Stein gebauter , 28m hoher Turm in Form eines Schreibfeders gebaut, dessen Spitze in den Himmel ragt.  Er befindet sich am nordöstlichen Ufer des Hoan Kiem Sees, wo die The Huc Brücke beginnt und zum Ngoc Son Tempel führt. Auf dem Turm sind die 3 Wörter „Tả Thanh Thiên“ (deutsch: „In den blauen Himmel schreiben.“) in altvietnamesischen Buchstaben einmeiselt. Der Berg selbst, auf dem der Turm errichtet wurde, misst 4m hoch und hat einen Durchmesser von 12m.

Die besondere Architektur des Turmes widmet sich in erster Linie den Literaten. Unter anderem wird hier auch der Lord Trịnh Doanh verehrt, dem es gelang den Rebell Nguyễn Danh Phương im Jahre 1751 zu entmachten und festzunehmen.

Auf dem Weg zur The Huc Brücke muss man an 3 Tore vorbeigehen. Der dritte Tor trägt den Namen Đài Nghiên. Ganz oben auf dem dritten Tor sieht man einen großen Reibstein, der von drei Fröschen festgehalten wird. Der Reibstein hat die selbe Bedeutung wie der der Stift Turm.

Seit ihrer Gründung wurden der Stift Turm und der Reibstein zu heiligen Symbolen in Bezug auf Wissen, Bildung, nationale Literatur und Universitätsprüfung geworden. Sowohl Abiturienten und Studenten kommen oft hierher, um Glück für ihre Prüfungen zu erbeten. Dies erinnert stark an die berühmten Reliquie in Hanoi, nämlich den Van Mieu (Literaturtempel) – Quoc Tu Giam (Nationale Universität).

5. Die Statue von Ly Thai To – Begründer der Stadt Hanoi

Ly Thai To - Begründer der Stadt Hanoi

Die Statue von Lý Thái Tổ ist eine große aus Bronze angefertigte Skulptur, der den Begründer der Hauptstadt Vietnams darstellen sollte. Er kommt aus Ly Dynastie und herrschte von 1009 bis 1028 über das Reich Đại Cồ Việt, die heute zum Trang An Landschaftskomplex gehört.

Da die ehemalige, militärisch gut gelegene Zitadelle Hoa Lư für den Handel schlecht erreichbar war, ließ Ly Thai To die Zitadelle in die großzügige Befestigungsanlage Đại La verlegen und nannte seine neue Residenz Thăng Long (deut.: aufsteigender Drache).

Mit der Beginn der Ly Dynastie erlebte Vietnam eine Blüte in Politik, Kunst , Wirtschaft und Religion, die alle durch ihren König Ly Thai To angeregt wurde. So führte er beispielsweise die Wasserpuppentheater der Dorfleute in verfeinerte Form in seinem Hof ein. Zum Teil von Mönchen aufgezogen, fühlt sich der Kaiser dem Buddhismus sehr nahe und führte ihn als Staatsreligion ein. Mit den Lehren des Buddhismus hat er es geschafft, Ruhe, Geborgenheit und Ordnung unter der Bevölkerung zu bringen.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Hoan Kiem See

6. Hanoi Altstadt – Viertel der 36 Gassen

Altstadt Hanoi Vietnam

Hanoi Altstadt ist im Gegensatz zu der Metropole Saigon nicht so modern, sondern eher reserviert und konservativer. Die Straßen sind eng und laut, die Läden werden traditionell betrieben und die Menschen wirken hektisch. Aber das macht die Charme von Hanoi Altstadt aus.

Die 36 Gassen bezeichnet hier eigentlich 36 Stadtbezirke von Thang Long (damaliger Alt-Hanoi). Der Name „Viertel der 36 Gassen“ geht auf einen berühmten Schriftsteller zurück, der in seinem Werk „Hanoi – 36 Gassen“ für diese Redewendung sorgte. Seitdem glauben viele Vietnamesen, Hanoi bestünde ursprünglich aus nur 36 Straßen.

Kennzeichnen für Hanoi Altstadt sind die alten, röhrenförmigen, engen Häuser, die über mehrere Stockwerke in den Himmel ragen. Streetfood ist ebenfalls ein bekanntes Bild, nicht nur für die Altstadt Hanoi, sondern für ganz Vietnam.

Wer bestimmte Monumente in der Altstadt sucht, sollte die Nachtmarkt Hanoi (Cho Dem Hanoi), Dong Xuan Markt Hanoi und das Ma May Haus besuchen. Ma May Haus ist ein altes Gebäude, das als Beispiel für die Architektur der Hauptstadt Vietnams vor hunderten von Jahren gilt.

Wer kulturellen Ausgehmöglichkeit am Abend sucht, sollte die Bierstraße Ta Hien nicht auslassen. Die Straße ist Tagsüber eher unscheinbar, aber sobald die Dämmerung einbricht, gehen alle Lichter an und die Straße wird zum Leben erweckt. Sowohl für Touristen, als auch für die Einheimischen ist Ta Hien ein beliebter Ort zum Abhängen und Freunde zu treffen. Live Musik und Straßenkünstler bereichern Ta Hien mit bessere Stimmung.

7. Hanoi Wasserpuppentheater

Wasserpuppentheater Hanoi

Das Wasserpuppentheater (Múa Rối Nước) war ursprünglich eine Show der einfachen Leute, die bei Dorffesten veranstaltet wurden. Erst unter dem König Ly Thai To wurde das Spiel der einfachen Leute verbessert, verfeinert und in das kulturelle Leben des Hoffes gebracht.

Die Dorfleute benutzten früher oft einen Teich als Bühne. Heute benutzt man im Theater dafür einen Wasserbecken. Die kunstvoll geschnitzten Holzmarionetten werden auf 3 bis 4 Meter langen Stangen montiert, die von einem 16-köpfigen Team hinter an Bambusvorhang gehandhabt werden. Bis zu 15 kg wiegen diese Puppen. Was so einfach und fließend harmonisch wirkt, ist harte Arbeit hinter dem Vorhang. Zusätzlich müssen auch Spezialeffekte wie Regenschauer, Wellen, Feuer und schwimmende Kerzen koordiniert werden.

Neben der Wasserbühne ist ein Orchester und verleihen der Puppen ihre Stimme. Während die Wasserpuppentheater-Aufführungen in anderen Teilen Vietnams durchaus neue moderne Inszenierungen folgt, bleibt die Hauptstadt Vietnams lieber bei alten Legenden und Märchen. Gezeigt werden meist schlichte Geschichten um Liebe, Landleben und Heldentaten aus längst vergangenen Tagen. Auch Fabelwesen wie ein feuersprühender Drachen, ein Phönix oder eine von Gott gesandte Rieseschildkröte spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle. Die Legende um den“zurückgegebenen Schwertes im Hoan Kiem See “ ist ein beliebter Motiv der Wasserpuppentheater in Hanoi.

Das Wasserpuppentheater soll die jahrtausendealte Traditionen Vietnams am Leben erhalten und Touristen wie Einheimischen eine Kultur nahe bringen, die sonst langsam verschwindet.

8. Das große Opernhaus Hanoi aus der Kolonialzeit

Das Große Opernhaus Hanoi
Das Große Opernhaus Hanoi

Das große Opernhaus (Nhà hát lớn) von Hanoi ist nur wenige Schritte von Hoan Kiem See entfernt. Er liegt im Französischen Viertel von Hanoi und wurde nach dem Vorbild des pariser Palais Garnier gebaut. 10 Jahre (1901 – 1911) dauert es insgesamt, bis er endlich fertig gestellt wurde. Mit ihrem neobarocken Stil ist die Oper einzigartig unter den Kolonialbauten Vietnams.

Seit seiner Fertigstellung ist das Opernhaus eine wichtige, kulturelle Zentrum von Hanoi geworden und erweist die Hauptstatt mit großer Ehre. Es finden hier regelmäßig kulturelle und traditionelle Aufführungen statt. Unter den Künstlern gilt das prunkvolle Theater als „Tempel“ der klassischen Künste.

Im Jahr 2011 wurden das Hanoier Opernhaus und der August-Revolution-Platz vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus zum nationalen, historischen und architektonischen Denkmal ernannt. Am 9. Dezember 2011 feierte das Opernhaus von Hanoi seinen 100. Jahrestag.

Leider wird keine Führung für das große Theater angeboten und man kann auch nicht auf eigene Faust das Gebäude von innen besuchen. Wenn man sich einen Ticket für eine Aufführung kauft, kann man etwas vom inneren Leben des Theaters bewundern. Sonst kann man das Theater nur von außen besichtigen.

9. Vietnamese Women´s Museum (Vietnamesische Frauenmuseum)

Vietnamese Womens Museum
Vietnamese Womens Museum

Im Vietnamesischen Frauenmuseum können Exponate aus Jahrtausenden bestaunt werden. Dazu zählen Malereien, Skulpturen, Kunsthandwerksarbeiten, Goldschmiedearbeiten, Arbeitswerkzeuge, erlesene Porzellan und Kleidungsstücke. Das vierstöckige Museum ist nur 500m von Hoan Kiem See entfernt.

Gleich am Eingang im Erdgeschoss wird der Besucher von der Mutter Vietnam (Mẹ Việt Nam), die ihr Sohn auf dem linken Schulter trägt, begrüßt. Ihre rechte Hand drückt sie nach unten. Damit will sie ihren Sohn vor die Gefahren und Schwierigkeiten der großen Welt beschützen. Diese goldene Statue symbolisiert die starke Schönheit der vietnamesischen Frauen.

Im Erdgeschoss werden Souvenirs verkauft. Es gibt außerdem eine Kinderecke, wo Kinder mit Lego, Puzzle oder verschiedene Brettspiele spielen können. Wer will kann auch in die Bastelecke.

Der erste Stockwerk wird nach drei große Themen ausgestellt: 1. die Rolle der Frau im Familienleben, 2. die Rolle der Frau im Wandel der Zeit und 3. die Frauenmode.

Der zweite Stock widmet sich den verdienstvollen Frauen in der Geschichte. Es werden Bilder von Gefängnizellen und Verhöre vietnamesischer Frauen von Kriegsgegner sowie Dokumente über den Krieg und Gebrauchsgegenstände von den Frauen in den Kriegszeiten ausgestellt.

Im obersten Stockwerk kann die Damenmode an Statuen bewundert werden. In Vietnam gibt es verschiedene ethnische Gruppen. Anhand ihrer Bekleidung kann man etwas über die unterschiedliche Kulturen vietnamesischer Völker erfahren.

10. St. Joseph Kathedreale

St. Joseph Kathedreale, Hanoi
St. Joseph Kathedreale, Hanoi

St. Joseph Kathedrale ist die größte Kirche in Hanoi und werden von den Einmischen deshalb auch als „die Große Kirche von Hanoi“ (Nhà Thờ Lơn Hà Nội) bezeichnet. Sie ist ein Meisterwerk gotischer Architektur aus der Kolonialära des 19. Jahrhunderts. Die Außenwände bestehen aus Granitsteinplatten. Im Laufe der Zeit haben die Steine eine gräuliche, schmutzige Farbe angenommen, die der Kirche eine urige Ausstrahlung verleiht.

Im Dezember 1886 wurde die nach dem Vorbild der Notre Dame von Paris errichtete Kathedrale fertig gestellt und bereits im Jahre 1887 wurde das erste Weihnachtsfest hier gefeiert. Die Fassade des neogotischen Bauwerks besteht aus zwei quadratische Türme mit jeweils 5 Glocken.

Das Fenster sind mit hohen Glasfenstern ausgestattet und weisen Spitzbögen aus. Die bunten Fenstergläsern wurden in Frankreich hergestellt, bevor sie nach Vietnam transportiert und eingesetzt werden. Die Rippengewölbe an der Decke zeigen Nachklänge des Mittelalters. Das Kirchenschiff und das Heiligtum sind über die Jahre noch gut erhalten geblieben und sehen immer noch ehrfürchtig und wunderschön aus. Das Innenleben der Kirche wurde nach Zurückerlangung der Macht durch die Vietnamesen im vietnamesischen Ambiente erschaffen. So wurden Ventilatoren für die heißen Sommertage eingebaut oder Vorhänge an den Fenstern angebracht.

Zusammenfassung zu Hoan Kiem See

Für viele Vietnamesen und vor allem für die Hanoier ist der Hoan Kiem See der beliebteste Ort in Hanoi und eines der schönsten Sehenswürdigkeiten in Vietnam. Insbesondere bei Nacht ist es um den See herum am spektakulärsten, wenn der Schildkrötenturm, die The Huc Brücke und der Jadeinsel mit seinem Ngoc Son Tempel kunstvoll beleuchtet werden. Auch ausländische Touristen haben den Hoan Kiem See ins Herz geschlossen. Viele Sehenswürdigkeiten von Hanoi sind von hier aus gut zu Fuß zu erreichen. Außerdem ist er der perfekte Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Wer in Hanoi diesen Viertel verpasst, hat im Grunde Hanoi verpasst.

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